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Leserbrief zu „Schneehotline …“


Leserbrief zu „Schneehotline …“ vom 29. Januar 2011 (Stadtspiegel Hattingen)

Diese traurige Bilanz eines Missmanagements der Stadt durch den Beigeordneten Dr. Burbulla wurde allerhöchste Zeit. Dabei sind noch lange nicht alle Fehler benannt: Gleichzeitig mit dem starken Schneefall am Heiligen Abend zog sich auch die Stadt aus der Verantwortung. Für zehn Tage, also den dritten Teil eines Monats, hieß es: Betriebsferien!

Wer bei der Stadt anrief, erhielt die automatische Auskunft, dass lediglich die Jobagentur für Stunden und das Standesamt an zwei Tagen zu erreichen war. Kein Hinweis auf irgendwelchen Notdienst oder die Feuerwehr. Und dass, obwohl schon vor Weihnachten die Container und Mülltonnen überquollen und zu bezahlende Parkplätze nicht zur Verfügung standen. Kein Ersatzpass konnte ausgestellt werden und die Straßen vor den Amtshäusern (siehe Bushaltestelle am Rathaus) kündeten eindeutig vom langgezogenen Winterschlaf der Verwaltung zum Jahresende und -anfang. Währenddessen schippte mancher ältere Senior gemäß einem Presseaufruf der Stadt vor morgens 7 Uhr die vom Schneeschieber zugeschobenen Parkplätze, Garagenausfahrten und Bürgersteige wieder frei.

Ein solcher Missstand der Unerreichbarkeit müsste bei den heutigen technischen Möglichkeiten des telefonischen Aufschaltens zumindest in freundlicherer Weise behoben werden können. Da zieht auch das Argument der leeren Kassen und Einsparung durch Nichtanwesenheit nicht. Bei allem Verständnis für einen Kurzurlaub zwischen den Jahren sollte doch ein eventuell tageweise wechselnder Notdienst für alle Fälle erreichbar sein.

Hans Hartung,
stellvertretender Sprecher des Senioren-Forums Hattingen

Der Leserbrief wurde im Stadtspiegel am 2. Februar 2011 veröffentlicht.